Ich könnte aus der Haut fahren!
Gestern hat Google den neuen Web-Browser Chrome vorgestellt.
Für die Internet-Welt ist das ein durchaus gefährliches Risiko, aber alle freuen sich darüber. Einst haben alle auf Microsoft geschimpft. Das wären Monopolisten und alles Böse käme aus Redmond. Nun tendiert Google immer mehr in Richtung Internet-Monopolist und vor lauter Kinnlade-Runterhängen vergessen zu viele Leute eine differenziertere Betrachtungsweise. Wahrscheinlich lecken sich die ach so kritischen Journalisten immer noch ihre Wunden ob des Streits, wer denn nun den Slogen "Die Welt ist eine Google" erfunden habe.
Was ist schlimmer: Das Monopol die Daten zu haben oder das Monopol die Daten zu verarbeiten? Am schlimmsten ist, wenn einer beide Monopole bekommt. Jetzt könnte jemand sagen: "Nööö, ist ja übertrieben." Die Tendenz ist das Problem.
Sau schneller oder Ratten schneller als der Firefox? Boah, ey, super.
Gibt's längst. Nennt sich Opera. Wer den schon mal probiert hat weiß, dass der nicht nur schnell, sondern auch so innovativ ist, dass alle anderen davon immer abgekupfert haben.
Noch was zum Firefox:
Das Gute daran sind die vielen PlugIns. Damit kann man sich den Firefox ganz schön nach den eigenen Bedürnissen und benötigten Arbeitsabläufen zurecht schmieden.
Problem:
Im Jahr 2006 hatte die Mozilla-Foundation Einnahmen von 66,8 Millionen US-$, von denen 61,5 Millionen aus Abkommen mit Suchmaschinenanbietern stammten.
Quelle: Wikipedia
Na? Von welchem Suchmaschinenanbieter haben die wohl die wesentlichen Einnahmen bezogen?
Kleiner Tipp: Der erhoffte Google-Konkurrent Cuil war's wohl eher nicht. Im Jahr 2006 hatten die Firefox-Produzenten Ausgaben in Höhe von 19,8 Millionen US-$. 85% ihrer Einnahmen stammten von Google. Wenn also Google mit der Wimper zuckt, kann der Suchmaschinen-Riese der Mozilla-Foundation ganz schön das Leben schwer machen. Beim oft erwähnten möglichen Browser-Krieg zwischen Google und Microsoft könnte es also zu einem unschönen Kollateralschaden kommen, d.h. die Unterstützung für bzw. die Entwicklung des Firefox-Browsers könnte sehr leiden.
Warum findet man dieses Risiko in den Gazetten kaum erwähnt? Was machen eigentlich die ganzen Journalisten den lieben langen Tag? In diversen Blogs stand längst mehr als angedeutet, dass Google an einem eigenen Browser arbeitet. Und zwar im Zusammenhang mit obigem Wikipedia-Zitat.
Wahrscheinlich feiern die immer noch sich selbst in ihrem SL-Club, dass sie preisgekrönten Enthüllungsjournalismus über Schmuddelkram in Second Life entdeckt haben.
Besser Google sammelt als Schäuble!
Und jaaaa, man sollte ihnen nicht alle Daten in den Ar*** schieben! Aber das Ding ist halt genial
Dass der Browser ziemlich viele Daten an Google weitergibt interessiert niemanden. Wenn Microsoft sowas hingegen macht gibt es haufenweise Beschwerden und Proteste - sollte auch einem zu denken geben!